Kosmetik - naturbelassene Pflanzenöle zur Pflege

Wenn man sich ein bisschen in unserem Webshop umsieht, dann entdeckt man bei einigen der angebotenen Speiseöle auch die Empfehlung, diese als Körperpflege zu nutzen. Da kommt schnell mal bei dem einen oder anderen die Frage hoch: "Ist das nun ein Speise- oder Kosmetiköl?"

Von beidem etwas, bzw. in unserem Fall bei beiden das Beste!

Komplett naturbelassene Pflanzenöle, wie wir sie herstellen, sind selbstverständlich herausragende Speise- bzw. Feinschmeckeröle, aber auch in der Hautpflege ein TOP Begleiter. Man darf hierbei nicht vergessen dass unsere Haut auch ein Organ ist. Das größte überhaupt! Und auch diese labt sich an Qualität. In der gängigen Kosmetik, in der auch Planzenöle enthalten sind, werden bevorzugt die "stabileren" Ölvariationen genutzt. Das dient vordergründig dem Zweck, dass ein Produkt länger im Verkaufsregal auf den entsprechenden Käufer warten und von daher länger haltbar sein muss. Dazu werden diese ensprechend verarbeitet. Was immer mit höheren Temperaturen bei der Produktion einhergeht, welche ein Pflanzenöl haltbarer werden lassen. Keiner will eine Bodylotion kaufen, die angereichert ist mit z. B. einem naturbelassenem Mandelöl und dieses Öl verhältnismäßig schnell kippt und mufflig wird. Kosmetik im herkömmlichen Sinne wird immer mit wohlriechenden Aromen in Verbindung gebracht. Das ist auch gut so! Denn über unseren Riechsinn beginnt schon die Wohltat, noch ehe sie in die Praxis geleitet wird...

Was macht den Unterschied? 

In der Praxis bemerkt man den Unterschied zwischen einem stabilisierten und einem naturbelassenen Öl recht simpel: Je naturbelassener und qualitativer ein Öl ist, desto eher zieht es tatsächlich in die Haut ein und hinterläßt keinen unangenehmen Fett- oder Schmierfilm. Ein naturbelassenes Pflanzenöl hinterläßt einen angenehmen Schutzfilm, der nicht als "speckig" oder "fettig" empfunden wird. Im Gegenteil! Man spürt die pflegenden Eigenschaften und erlebt es als sehr natürlich. Die Haut atmet und die Poren verstopfen nicht.

Öle können nicht in die Haut einziehen!

Ja, das war lange die vorrangige Meinung geschulter Spezialisten. Wir haben oft genug Kosemtiker und Dermatologen von einer neuen Lehrmeinung überzeugen können. Naturbelassene Öle können tatsächlich tiefere Schichten der Haut erreichen und z. B. den Feuchtigkeitshaushalt längerfristig ausgleichen.

Welches Öl nehme ich wann oder wofür?

Also, wir gehen mal vom Großen ins Kleine. Die grobe Richtung ist, dass man bevorzugt ein hochqualitatives Pflanzenöl auswählen sollte. Dann gibt es eine feinere Unterteilung, wo ich mich beispielsweise an den Jahreszeiten orientiere. Im Winter (zumindest in unseren Breitengraden) macht es mehr Sinn ein Öl zur Pflege und somit zum Schutz zu verwenden, welches mit Minustemperaturen gut zurecht kommt. Da kämen Leinöl, Hanföl, Mandelöl, Walnussöl und Aprikosenkernöl infrage.

Lein- und Hanföl wegen der enthaltenen Omega 3 Fettsäuren. Die findet sich auch in ausgewählten Anti Aging Produkten. Beide Öle würde ich jedoch abraten im Hochsommer als Hautpflege zu nutzen. Eben wegen der genannten Fettsäure, die so absolut gar nicht hitzestabil ist und somit schnell bei warmen Temperaturen oxidiert. Auch ein hervorragendes Öl zur kalten Jahreszeit ist das Walnussöl. Zudem soll es hautstraffend sein. Das kommt von der darin enthaltenen Linolsäure. Diese regt die Kollagenbildung (in Verbindung mit Vitamin C) an.

Mandel- und Aprikosenkernöl sind die schönsten Pflegeöle für die kalte Jahreszeit. Beide schützen vor Feuchtigkeitsverlust bei Kälte. Sind aber auch hitzestabiler, weshalb sie sogar ganzjährig genutzt werden können. Somit auch im Sommer! Ein geringer Anteil an UV-Schutz wird beiden nachgesagt.

Jedoch gibt es für die heisseste Jahreszeit Öle, die effektiver vor der Sonneneinwirkung schützen bzw. pflegen, auch wenn es denn mal zuviel der sonnigen Strahlen wurde. Kokosnussöl ist ein traditionell angewandtes Pflanzenöl zur naturkosmetischen Pflege bei sonnenverwöhntem Wetter. Nicht umsonst sind viele Sunblocker oder Sonnenmilchprodukte mit einem Kokosduft versehen. Das ist kein Zufall!
Kokosnussöl ist zwar ein Klassiker, aber auch das Olivenöl wird in den mediterranen Breiten als natürliches Sonnenschutzmittel angewandt. Hellhäutige Menschen sollten sich aber langsam und portioniert an eine solche Praxis herantasten! Und sich erst bei vorgebräunter Haut mit einem ausgewählten Öl vor der Sonne schützen. Oder eben als Apré; anfangs nur nach dem Sonnenbad damit einölen. Ein Öl toppt beide in der Pflege und versorgt sogar sonnengeschädigte Haut optimal: Arganöl (natur). Die Berber Marokkos nutzen es schon seit einigen Jahrhunderten in den kargen und extrem sonnigen Gebieten auf dem nordafrikanischen Kontinent. Das im Arganöl enthaltene Vitamin E und seine komplexe Fettsäurenzusammensetzung, sowie der sekundären Pflanzenstoffe wegen ist es eine wahre Pflegekomposition, wie sie so schnell in keinem weiteren Öl anzufinden ist. 
Daher ist ein es perfektes Öl für die Sommermonate, schwächelt aber naturgegeben in der kalten Jahreszeit. Schon ab 6 Grad Celsius fängt es an zu flocken. Da sind Minustemperaturen noch nicht mal im Anmarsch! Drum empfehle ich im Winter auf die oben genannten Öle vorzugsweise "umzusatteln". Arganöl ist sicherlich von den Inhaltsstoffen ein echter Favorit, doch wird es deshalb so selten genutzt, da es kostspieliger wird als beispielsweise ein naturbelassenes Kokosnussöl. Doch dazu mein TIPP: mischen! Gibt man dem naturbelassenen Kokosnussöl das Arganöl bei, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe! Hier sind die Mengenverhältnisse einem selbst überlassen, oder das Budget darf mit entscheiden.

Noch mal die Öle aufgelistet in Kurzfassung zu den jeweils speziell empfohlenen Jahreszeiten:

Sommer: Arganöl, Kokosnussöl, Mandelöl, Aprikosenkern- und Olivenöl
Winter: Hanföl, Leinöl, Mandel- und Aprikosenkernöl, sowie das Walnussöl

Natürlich dürfen Sie die Öle auch zu den nicht zugeteilten Jahreszeiten weiterhin nutzen, doch würde ich mich nicht 100 %ig auf einen optimalen Schutz verlassen. Zumindest die Hautstellen am Körper, die unbekleidet sind! 

Hautstraffung, Fältchen aufpolstern, Sonnenschutz, Ausgleich des Feuchtigkeitshaushaltes, zur Pflege und was noch?

Da kommen wir langsam bzw. viel zu schnell in einen Bereich, über den wir nicht allzuviel sagen dürfen! Pflegende Pflanzenöle; oder noch treffender: Speiseöle, die über die Pflege hinaus zum dermalen Gleichgewicht beitragen können, sind doppelt angewandt am effektivsten. Innerlich und äusserlich! Hier empfiehlt sich das Powerduo Arganöl (natur) und Schwarzkümmelöl. 1:1 vermengt über einen längeren Zeitraum regelmässig ein- bis zweimal am Tag eine Teelöffemenge zu verzehren. Dies unterstützt die Hautfunktion von innen. Auch Hanföl ist in der Naturheilkunde ein wertgebender Baustein bei der Unterstützung der natürlichen Hautfunktionen. Pauschale empfohlene Mengen gibt es bei Naturprodukten zwar zuhauf, jedoch machen die wenig Sinn, da hier die individuelle Konstituition eine wesentliche Rolle spielt. Ziehen Sie hierzu bitte bestenfalls Ihren behandelnden Arzt (Dermatologen) oder Heilpraktiker zurate!

So, leider darf ich nicht näher auf das Thema eingehen, hoffe jedoch dass dieser Artikel wenigstens schon mal eine grobe Orientierung für den Leser ist. Natürlich erweitere ich gerne den Beirtag noch, falls mir heute etwas oder einiges entgangen sein sollte zu erwähnen. Bin aber auch voller Hoffnung, dass in den Kommentaren unten der ein oder andere diesen Artikel erweitert. Ich freu' mich drauf!

Herzliche Grüße aus der Ölmühle in Werder,
Eure Sofija Radojkovic

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  • 1

    Dickes Danke für den ausführlichen Bericht zu diesen wundervollen Schätzen unserer Natur. Viele Eurer Öle haben wir in doppelter Ausführung, damit sie nicht ständig den Umzug zwischen Küche und Badezimmer machen müssen! Unser ganzjähriger Begleiter ist das Kokosöl, weil es neben der Haarpflege auch als Zahnputzmittel dient. Auf der Haut wechselt sich Aprikosenkern- und Mandelöl mit Walnuss und Arganöl je nach Saison ab.
    Ich hab immer ein gutes Gefühl dabei, wenn ich weiß, ich kann meine Kosmetik auch essen, denn das ist es ja auch, was meine Haut tut, und die dankt es mir, wenn ich ihr ebenso nur das Beste gönne!

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